| 2001
Main-Post (October 4, 2001, concert review) Die
Stille dazwischen Feine Sache: "Songwriter's Circle"im
Omnibus
Von Christoph Reiss
Würzburg. Dass in Würzburg eine sehr aktive Szene junger
Songschreiber existiert, dürfte sich herumgesprochen haben.
In diesem Zusammenhang muss der Name Markus Rill unweigerlich
fallen. Gerade hat der "texanischste deutsche" Songschreiber
seine dritte CD "Nowhere Begins" veröffentlicht.
Für ein akustisches Konzert im Omnibus hat Rill noch eine
Kollegin und einen Kollegen eingeladen: Ines Caffier und Chris
Fest komplettieren den Kreis der Songschreiber.
Ohne Verstärkung spielten und sangen die Drei. Keine leichte
Sache, aber eine sehr direkte, schöne Atmosphäre und
ein passender Rahmen für das Programm: viel Platz für
die Stille zwischen den Tönen der spärlich arrangierten
Stücke. Aufmerksames Zuhören war gefordert beim "Songwriter's
Circle" und wurde belohnt.
Zwar war ein Querschnitt aus Stücken bekannter Musiker zu
hören, im Mittelpunkt standen aber die eigenen Kompositionen.
Dabei ergänzten sich die drei in ihren Vorlieben und Fähigkeiten:
Markus Rill sorgte mit seiner rauchigen Stimme für authentisches
Country-Feeling; Chris Fest regte mit seinen epischen Songs zum
Zuhören an; Ines Caffier überzeugte mit ruhigen Popsongs
und eingängigen Refrains. Für einen kurzen Ausflug in
den Blues sorgte dann noch Mundharmonika-Spieler Didi Neumann,
der kurzerhand für drei Stücke verpflichtet wurde.
Den "Songwriter's Circle" könnte man sich durchaus
als feste Einrichtung vorstellen.

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