| 2001
Road Tracks (July 01
Die "Magie der Straße", des "Lonesome Cowboys";
sie ist zu finden in den Liedern von Markus Rill, jenem Würzburger
"Liedermacher", der sich seine Songwriter-Sporen in
Austin/Texas verdiente und der - wo sonst, wenn nicht dort - so
viel Selbstbewusstsein tankte, dass er als Deutscher solch authentische
Road-Songs zu komponieren versteht. Ähnlich Bruce Springsteen,
tut er das aus der Distanz des befangenen Beobachters und erzählt
Geschichten von der in vielerlei Hinsicht, faszinierenden Weite
eines Landes und seiner Menschen, vom Ramblin' Man und von Lorna
Sue und von Susan und Jack, die allem zum Trotz die Hoffnung auf
die wahre Liebe nicht aufgegeben haben. In einem Land, in dem
die Träume zuhauf gedeihen, die wohl nicht nur Markus Rill
sehr gut nachfühlen kann. Das alles kleidet er mit seinen
"Gunslingers" in einen attraktiven "Good old-fashioned
Roots-Rock", mit einem über die Jahre gereiften Guitar-Picking.
Zu sagen "Nowhere begins" wäre Markus' bestes Werk,
wird den zwei Vörgänger-Platten nicht gerecht. Zu behaupten,
es ist sein bisher kraftvollstes und reifstes Werk ist da schon
ehrlicher. Indy

|