1997

Schmidt-Magazin
Western-Gitarre, Mundharmonika, Akkordeon, Mandoline - seltene
Instrumente auf deutschen Platten. Wenn dazu einer von bedeutungsschwangeren
Landschaften singt, die man nur in Texas findet, und all das im
Stil traditioneller, amerikanischer Songwriter, dann ist die Frage
nach der Authentizität schnell gestellt. Bei dem Würzburger
Markus Rill, der nun mit seiner ersten Solo-CD Gunslinger's Tales
aufwartet, ist diese aber auch genau so schnell beantwortet: Er
kann sich in punkto Textqualität, instrumentaler Umsetzung
und Gesang durchaus bei seinen amerikanischen Vorbildern einreihen.
Die vorwiegend ruhigen, atmosphärischen Songs wurden von
bekannten Größen der regionalen Szene vorsichtig und
gekonnt in Szene gesetzt und ausgeklügelt arrangiert. Sie
behandeln Leben und Einsamkeiten von Jenny, Jo oder Billy, von
traurigen Anti-Helden eines US-Road-Movie.
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