Neuer
   
 

2008

Neuer Tag
Konzert-Rezension
, 15. September 2008

Von Liebe, Sünde und Trauer
Markus Rill begeistert das Publikum in der Alten Schießstätte

Nach dreijähriger Pause hieß Peter Troppmann vom Kunst- und Kulturverein "Hausfluss" bereits zum zweiten Mal den deutschen Liedschreiber Markus Rill in der Alten Schießstätte willkommen. Rill, der während seines Studiums in Austin (Texas) seine Leidenschaft für amerikanische Rootsmusik entdeckt hat, stellte in seinem Solo-Programm einige Titel seiner neu erschienenen CD "The Things That Count" vor , darunter "Straighter Road", "Unlike You" und "What Might've Been".

Seine selbst getexteten und vertonten Lieder verbinden treibenden Rock'n' Roll, atmosphärische Folkmusik und düsteren Country mit Blues und Gospeleinflüssen. Seine bewegenden Songs handeln von den verworrenen Wegen des Lebens und der Liebe, von Sünde, Trauer und Fehlbarkeit. Seine leicht heisere Stimme, zusammen mit der Gitarrenbegleitung, verlieh den sinnlichen Texten eine besondere Note, die er zudem mit intensiver Körpergestik unterstrich. So war es nicht verwunderlich, dass die vornehmlich erwachsenen Zuhörer schon bald mit den Füßen zappelten und im Takt mitstampften.
Als Überleitung zu jedem vorgestellten Lied erzählte der Künstler kleine Begebenheiten. Bei einigen Songs durften auch die Zuhörer mitsingen. Eine einmalige Chance für Neustadt, so Rill: Da ihn die langjährige Gefangenschaft der Österreicherin Natascha Kampusch sehr berührte, widmete er ihr das Lied "Nataschas Song".

Die Titelmusik zu dem Film "The Last Stand" stammt ebenfalls aus seiner Feder. Sie entstand während seines einjährigen Aufenthalts in Amerika. Mittlerweile sind drei seiner Werke in amerikanischen Kinofilmen zu hören. Für das zweistündige abwechslungsreiche Programm gab es vom Publikum langanhaltenden Applaus. Dies belohnte der Künstler mit zwei Zugaben.