Hallo Leute und frohe Ostern,
ich bin zurück von einem geschäftigen und ereignisreichen Fünf-Wochen-Trip in die USA. Ich habe ein neues Album aufgenommen, die Folk Alliance Conference in Memphis, TN., einige Gigs in Nashville und bei SXSW in Austin, Tx. gespielt.
Bevor ich Euch von meinen Abenteuern erzähle, erst ein kurzer Ausblick in den April.
Am 24. April eröffne ich ein Konzert von
David Olney, einem famosen Songschreiber und langjährigen Weggefährten des großen Townes van Zandt. Robert Hasleder, Herrscher über Dobro, Mandoline, Banjo und vieles mehr, begleitet mich in der
Music Academy in Regensburg.
Am Freitag, 27. April, spiele ich gemeinsam mit Andi Obieglo im Bürgerkeller in Ochsenfurt. Ist ein schöner Veranstaltungsort, wir werden einige der neuen Songs vorstellen - also seid dabei.
Außerdem ist mein Freund Michael Weston King, einer der besten Songschreiber Englands, im April in Deutschland unterwegs.
Schaut Euch die Tourdaten auf www.michaelwestonking.com an. Am Mittwoch, 18. April, spielt er im Omnibus in Würzburg, am Tag darauf im Dreikönigskeller in Frankfurt/M. Beide Male werde ich mit von der Partie sein.
Nun zum kurzen Rückblick auf meinen Trip:
Es fing alles an mit einer Einladung, bei der Folk Alliance Conference in Memphis, TN. am letzten Februarwochenende mitzuspielen. Wenn ich da mitmache, dachte ich mir, und bis zum SXSW-Festival in Austin (Mitte/Ende März) in den Staaten bleibe, könnte ich in der Zwischenzeit ne neue Platte aufnehmen. Und weil ich ne Reihe starker neuer Songs in der Hinterhand hatte, war das der Plan.
Weil mir George Bradfute, bei dem ich „Hobo Dream“ und „Price Of Sin“ aufgenommen habe, wegen eines Familiennotfalls kurzfristig absagte, musste ich innerhalb einer Woche neue Studios für die Aufnahmen und den Mix finden. Dabei hatte ich großes Glück.
Wir haben zwölf neue Stücke in
Joe McMahans „Wow & Flutter“-Studio aufgenommen. Joe hat dabei phänomenale Gitarrenparts abgefeuert, Dave Jacques und Bryan Owings tolle Grooves an Kontrabass und Drums beigesteuert.
Dann bin ich vier Tage zu Folk Alliance nach Memphis abgezischt. Etwa 500 Musiker im Marriott Hotel, vier Tage lang Livemusik von zwei Uhr nachmittags bis zwei Uhr in der Früh in Hotelzimmern und Seminar- und Konferenzräumen. Ich hab nen Tag gebraucht, um mich an das Folk Alliance-Chaos zu gewöhnen, danach hab ich’s sehr genossen. Hab viel tolle Musik gehört, selbst gut gespielt (zehn Halbstunden-Sets), sehr nette Leute kennengelernt – ne schöne Sache.
Bin am Sonntag zurück nach Nashville gefahren und ab Montagmorgen haben wir im
House Of David Overdubs aufgenommen und gemixt. Richard McLaurin, der ein paar fantastische Platten für seine Band Farmer Not So John und Mack Starks produziert hat, war als Produzent immer dabei. Ich hatte mir gewünscht, dass Richard die atmosphärische Dichte und moderne Magie der genannten Platten auf meine Songs überträgt und ich finde, das hat super geklappt.
Die wunderbare Jen Gunderman – die ihr gewiss von den Jayhawks kennt – hat tolle Orgel-, Piano- und Akkordeonparts eingespielt.
Claire Small,
Dave Coleman und
Mack Starks haben feine Harmoniegesänge beigesteuert. Ich hab selbst zwei Songs nochmal gesungen und Richard hat die Songs veredelt mit Lap Steel, Pedal Steel, Mandoline, Synthesizer und Gesang. Wir haben dann auf Band gemischt und einen tollen, warmen, authentischen Sound hinbekommen.
Alex McCullough hat das Album gemastered – tolle Arbeit.
Weil’s noch ne Weile dauert, bevor das Album veröffentlicht wird, möchte ich jetzt noch nicht allzu viel verraten. Nur soviel: Wir haben ein paar rockigere Songs als zuletzt bei „Price Of Sin“ im Gepäck und wieder einige schöne, ruhige Storytelling-Songs. Insgesamt klingt die Platte wohl etwas moderner und zeitgemäßer als alles, was ich bisher gemacht habe.
(Aber keine Angst, es handelt sich nach wie vor um handgemachte Musik und Songs.)
Voraussichtlich wird das Album „The Things That Count“ heißen.
Einer der Höhepunkte meiner Reise war der Auftritt im legendären Bluebird Café in Nashville beim In-The-Round mit Bob Delevante, Dave Coleman und Sara Beck. Wir sind gut angekommen – war ein sehr schöner Abend, an den ich mich noch lange erinnern werde.
Außerdem hab ich zusammen mit meinem Texas-Kumpel
Mark Viator drei Songs beim Swollen Circus, dem inoffiziellen Startschuss zum SXSW-Festival, im Hole In The Wall in Austin, Tx. gespielt. Silos-Kopf Walter Salas-Humara und Michael Hall veranstalten den Swollen Circus seit Jahren. In erster Linie hab ich mir in Austin tolle Musik angehört, interessante Leute kennengelernt oder wieder getroffen und Texas genossen.
Hatte noch nen 45-Minuten-Set beim RedGorilla-Festival im Touché.
Hatte ne tolle Zeit in den Staaten und hab ein paar Tage gebraucht, mich wieder in den Alltag in Würzburg einzufügen. Ich hoffe, Ihr kommt zu den nächsten Shows oder schreibt mal ne Email. Weitere Impressionen von der USA-Reise findet Ihr im Blog auf
www.myspace.com/markusrill, neue Fotos und Presseartikel gibt’s hier auf der Site.
Beste Grüße, bis bald und frohe Ostern,
Markus